Ein Child Theme für WordPress schreiben

Seit der Version 3 liefert WordPress ein neues Theme namens “Twenty Ten” aus, dass eine besondere neue Funktion zur Anpassung des Designs mitbringt: man kann “Child Themes” dafür entwickeln, in dessen Dateien die Änderungen stehen, während das “Parent Theme”, also das Original unverändert bleibt. Dadurch bleiben auch bei Updates des “Eltern-Themes” die Änderungen im “Kind” erhalten. Das spart eine Menge Fummelei, Zeit und Ärger.
Allerdings werden die Codes in PHP, CSS und HTML immer schwieriger zu durchschauen, jedenfalls für Gelegenheitsdesigner, die keine Zeit und Lust mehr haben, den neuesten Entwicklungen hinterherzurennen. Mit dem Firefox-AddOn Firebug gibt es hier jedoch eine großartige Hilfe, mit der man den Eigenschaften eines Webelements auf die Spur kommt und bequem Änderungen ausprobieren kann. Hat man das gewünschte Resultat, kopiert man einfach den entsprechenden Code aus Firebug in das CSS des Child-Themes.

Was braucht man, um ein Child-Theme zu erstellen? (Ich will hier nur die Grundzüge darstellen, die das Verfahren verständlich machen. Eine hervorragende, detaillierte Darstellung findet man hier.)
1. Ein neues Verzeichnis im WordPress-Theme-Verzeichnis auf dem Webserver.
2. Dahin kommt lediglich eine style.css-Datei, die mit ein paar Anweisungen beginnt, die 1.) es WordPress ermöglichen, das Theme im Dashboard zu identifizieren, und die 2.) einen Verweis auf das Eltern-Theme enthalten. Darauf folgt der Code, der die Änderungen des Childs gegenüber dem Parent wiedergibt. Beispiel: Linkfarbe im parent ist blau, Linkfarbe im child ist grün -> die Anweisung des child “gewinnt”. Was im child nicht angegeben wird, bleibt im Ergebnis eben so, wie es das parent definiert.
3. Um die Eigenschaften und vor allem den dazu gehörigen Code des parent herauszufinden, kann man Firebug verwenden. Damit lassen sich auch live Änderungen ausprobieren, ohne dass dies Einfluss auf die Original-Datei hätte. Anschließend kopiert man nur noch den Code beispielsweise für die geänderte Linkfarbe in das style.css des Childs. Fertig ist das “Child Theme”..
4. Das Child-Theme in sein eigenes Verzeichnis im Theme-Directory hochladen.
5. Das Child-Theme in der Word-Press-Administration aktivieren.

Hier noch mal der Verweis auf die ausführliche und sehr gute Anleitung bei op111: How to make a child theme for WordPress: A pictorial introduction for beginners.
Das AddOn Firebug bekommt man bei getfirebug.com – eine Gebrauchsanweisung für Erste Schritte ist ebenfalls in dem verlinkten Artikel enthalten.

Übrigens gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von “Parent Themes” und “Frameworks” für WordPress, die dieses Verfahren ermöglichen. Man spart sich eine Menge Ärger, wenn man das Original-Theme unangetastet lässt, und nur für die Änderungen ein Child Theme erstellt – ob das nur eine oder tausend Änderungen enthält, ist völlig egal. Viel Spaß und Erfolg beim neuen Schrauben!

Hier werden weitere Frameworks für WordPress, die Child Themes unterstützen vorgestellt:
Hier
Hier
Und hier.

Mindmaps: Software und Dienste

Nach ein paar Jahren wird es mal wieder Zeit, zu prüfen, welche kostenfreien Tools zur Erstellung von Mindmaps angeboten werden. Nach zwei, drei Jahren ist ja so manches Mindmapping-Werkzeug, das seinerzeit Aufmerksamkeit erhielt, von der Bildfläche verschwunden oder wird nicht weiterentwickelt.

Folgende webbasierte Dienste gibt es derzeit:

WiseMapping (das es auch als Open Source für den eigenen Webserver gibt)

Mindomo (in der kostenlosen Version sind 7 private Mindmaps möglich)

MindMeister (in der werbefinanzierten kostenlosen Version sind 3 Mindmaps möglich, ob auch privat geht aus der Übersicht nicht hervor)

Mind42.com

Thinkature ist ein offenbar länger schon nicht mehr weiterentwickeltes Tool, also fraglich, ob es überlebt.

Bubbl.us – ich konnte nicht erkennen, ob hier noch aktiv entwickelt wird.

Gliffy ist eigentlich ein Flowchart- und Diagrammtool, aber vielleicht ja auch ganz praktisch.

Ein etwas unkonventioneller, aber interessanter Vertreter ist Prezi (in der kostenfreien Version sind “Prezis” immer öffentlich.)

Desktop-Software:

Freemind (Open Source)

XMind, auch als Portable-Version erhältlich. (Open Source) (Danke für den Tipp in den Kommentaren!)

Webserver:

WiseMapping (Open Source)