Videobearbeitung: OpenShot

OpenShot ist ein Videoeditor (Open Source), der für Windows, Linux und Mac erhältlich ist. Dank einer Crowdfunding-Kampagne wurde er jetzt weiterentwickelt. Er soll einige nützliche Funktionen beinhalten, aber noch nicht zuverlässig stabil sein (was bei Videoeditoren ja eh ein Problem ist). Dafür hat er jetzt eine Autosave-Funktion, die Datenverlust verhindern sollte. Eine Rezension gibt es bei The Register.

Mindmaps: Software und Dienste

Nach ein paar Jahren wird es mal wieder Zeit, zu prüfen, welche kostenfreien Tools zur Erstellung von Mindmaps angeboten werden. Nach zwei, drei Jahren ist ja so manches Mindmapping-Werkzeug, das seinerzeit Aufmerksamkeit erhielt, von der Bildfläche verschwunden oder wird nicht weiterentwickelt.

Folgende webbasierte Dienste gibt es derzeit:

WiseMapping (das es auch als Open Source für den eigenen Webserver gibt)

Mindomo (in der kostenlosen Version sind 7 private Mindmaps möglich)

MindMeister (in der werbefinanzierten kostenlosen Version sind 3 Mindmaps möglich, ob auch privat geht aus der Übersicht nicht hervor)

Mind42.com

Thinkature ist ein offenbar länger schon nicht mehr weiterentwickeltes Tool, also fraglich, ob es überlebt.

Bubbl.us – ich konnte nicht erkennen, ob hier noch aktiv entwickelt wird.

Gliffy ist eigentlich ein Flowchart- und Diagrammtool, aber vielleicht ja auch ganz praktisch.

Ein etwas unkonventioneller, aber interessanter Vertreter ist Prezi (in der kostenfreien Version sind “Prezis” immer öffentlich.)

Desktop-Software:

Freemind (Open Source)

XMind, auch als Portable-Version erhältlich. (Open Source) (Danke für den Tipp in den Kommentaren!)

Webserver:

WiseMapping (Open Source)

Open-Source ERP

Erfreulicherweise halten sich die OpenSource-ERP Systeme LX-Office und tinyERP (*) jetzt schon einige Jahre am Markt.
Auch Compiere und dessen ‘freundlicher Fork’ Adempiere entwickeln sich weiter (**).

Ein paar weitere OpenSource-ERP Systeme hat Bettina Pfeifer aufgeführt:
ERP5
Openbravo
opentabs
avERP

Erwähnen kann man an dieser Stelle noch die OpenSource-Finanzsoftware GnuCash, mittlerweile in Version 2.2.1 verfügbar für Windows, GNU/Linux, BSD, Solaris und Mac OSX. Es gibt ein deutschsprachiges GnuCash-Wiki und eine deutsche Seite mit weiteren Informationen zu GnuCash.

Wer sich speziell mit PPS beschäftigt, den könnten diese kritischen Gedanken zu PPS-Systemen interessieren und der dort gefundene Bericht über das Scheitern eines großen ERP-Projektes. Überhaupt sind EvolvingExcellence und Lean Austria gute Blogs zum Thema. Vielleicht wird ja auch das ERPschaftsblog noch weitergeführt.

Abschließend noch zwei Buchtitel, die mir aktuell untergekommen sind. Das gerade erschienene “Produktionslogistik. Planung – Steuerung – Controlling” von Günther Pawellek sowie das schon länger erhältliche aber bewährte “Grundlagen der Produktion. Produktionsplanung und Beschaffungsmanagement” von Ralf Berning

So, das sollte für einen Einstieg in das ERP-/PPS-Thema erst einmal reichen. Ich hoffe, ich komme dazu, dieses Thema noch weiterzuführen.

*: für alte Leser: hier und hier erwähnt – und das war auch der Grund, warum ich dann lieber ein selbständiges IT-Blog schreiben wollte, denn vermischt mit dem sonstigen Blogkram interessiert das wohl nur mich :-)
**: vorher hier und hier erwähnt.

Mozilla Sunbird Kalender

Der als Ergänzung zum Firefox-Browser gedachte Kalender Sunbird ist vor kurzem in der Version 0.5 erschienen. Es gibt auch eine verwandte Variante für Thunderbird, die Lightning heißt. Sunbird kann man hier kostenlos herunterladen, eine passende Feiertagsdatei dazu gibt es hier.
Die neue Version kann dank der Erweiterung “Provider for Google Calendar” die Termine mit Google Calendar synchronisieren (Einstellungen unter Calendar Settings, siehe hier und noch besser hier). Das soll sogar recht flott gehen. Ich werde das in der nächsten Zeit testen.

PDFs erstellen mit PDFCreator

PDFCreator ist ein kostenloses OpenSource Tool zur Erstellung von pdf-Dateien. Man kann damit aus allen Anwendungen, die drucken können, pdf-Dateien erstellen – PDFCreator richtet einen Drucker ein, der die Konvertierung ins PDF-Format erledigt. Dazu ist Ghostscript in der Software enthalten – man braucht keine weiteren Tools zu installieren. Außerdem kann man aus einer Vorlage nicht nur PDF, sondern auch Grafikformate erstellen: PNG, JPG, BMP, PCX, TIFF, PS und EPS.
Die Installation unter Windows geht leicht von der Hand (die Toolbar für den Internet Explorer finde ich persönlich störend, aber man kann sie bei der Installation abwählen).
Auch die Handhabung (einfach den Drucker “PDFCreator” wählen) ist kinderleicht. Mit den Ergebnissen hatte ich noch nie Probleme, allerdings vermeide ich es, komplex formatierte Office-Dokumente in PDF zu konvertieren – daran verschluckt sich schließlich auch das kommerzielle Adobe Acrobat. Da der PDFCreator auch für den professionellen Einsatz kostenlos ist, und von Nutzern mit gewöhnlichen PC-Kenntnissen problemlos bedient werden kann, eignet er sich auch für den Unternehmenseinsatz. (Die Kommentar- und Workflowfunktionen des Riesen Acrobat sind damit natürlich nicht möglich – wer die aber noch nicht kennt, wird wohl auch darauf verzichten können.)

Die Einstellungen nimmt man über das Hauptprogramm vor – das noch zusätzliche Funktionen bereithält. Deutsch wählt man im Menü “Language” – “German”, weitere Einstellungen dann über das Menü “Drucker” – “Einstellungen”. Aber auch die Standardkonfiguration lässt sich problemlos sofort nutzen.
Praktisch ist es sicherlich, in den “Allgemeinen Einstellungen” im Reiter “Allgemeine Einstellungen 2” die Integration in den Windows Explorer zu aktivieren. Dann kann man dort nämlich über das Kontextmenü direkt pdf-Dateien erstellen.
Die Einstellungen für Ghostscript können unerfahrene User ignorieren und auf dem Standard belassen.
Eventuell interessant sind die Einstellungen für das Dokument und für den Dateinamen, der beim Erzeugen einer neuen pdf-Datei aber auch individuell vergeben werden kann. Die weiteren Einstellungen sind nur bei speziellen Bedürfnissen von Interesse – man muss in PDFCreator gar nichts an der Standardkonfiguration ändern.

Datei zusammenfügen
Das Hauptprogramm. Zum Erstellen einer PDF aus einer Anwendung heraus wird es nicht benötigt – einfach den Drucker “PDFCreator” wählen.

Auch mehrere Dateien können zu einer einzelnen pdf-Datei zusammengefasst werden. Das ist nicht ganz so intuitiv, aber mit ein wenig Ausprobieren leicht herauszufinden. Dazu öffnet man am besten das Hauptprogramm und fügt (z.B. über das Blatt mit dem Pluszeichen) die gewünschten Dateien in die Warteschlange ein (Wichtig: wenn der Speicherdialog erscheint, auf “Warten – sammeln” klicken). Danach markiert man die Dateien und wählt aus dem Kontextmenü “Zusammenfügen”. Anschließend muss man das neue Paket nur noch “drucken” – der übliche Dialog mit Dateinamen und Optionen erscheint, “Speichern” wählen, fertig.

Für die meisten privaten, und professionellen, Zwecke ist der PDFCreator völlig ausreichend. Zum Anzeigen von PDF-Dateien braucht man dann nur noch einen Reader, wie zum Beispiel den schlanken (nur 1,5 MB), kostenlosen Foxit PDF Reader, der jetzt in Version 2.0 erschienen ist.

Download PDFCreator.
Weitere Infos zum PDFCreator bei Wikipedia.

Kostenloser Packer 7zip

7zip ist ein kostenloser OpenSource-Packer für Windows (für Linux/Unix gibt es eine Kommandozeilenversion). Er packt in die Formate 7z, ZIP, GZIP, BZIP2 und TAR (nach eigenen Angaben bei ZIP mit besserer Kompressionsrate als Winzip) und entpackt zusätzlich auch RAR, CAB, ISO, ARJ, LZH, CHM, Z, CPIO, RPM, DEB und NSIS.

Nach der Installation wählt man in den Optionen die Formate, die mit 7zip assoziiert werden sollen. Dort kann man auch die gewünschte Sprache für 7zip einstellen. Das Programm bringt viele Möglichkeiten fürs Dateihandling und Packen mit – am besten einmal das Menü durchprobieren.

Programmfenster
Ein wenig ungewohnt ist eventuell das Verhalten der explorerartigen Oberfläche, wenn das gepackte Original mehrere Dateien und / oder Unterordner enthält. 7zip entpackt nur die markierten Einträge (siehe Bild) – wer es gewohnt ist, ein gepacktes Archiv doppelt anzuklicken und in der Entpackersoftware dann einfach nur das Knöpfchen zum Entpacken zu betätigen, erhält unter Umständen also nicht alle im gepackten Archiv enthaltenen Dateien. Man sollte sich nach dem Öffnen von 7zip also vergewissern, dass alle gewünschten Dateien markiert sind. Oder man entpackt ein Archiv stattdessen über den Eintrag “7zip – Dateien entpacken” im Kontextmenü des Windows-Dateiexplorers – das dürfte sowieso das schnellste und bequemste Verfahren sein.

Nachtrag:
Möchte man in ein Verzeichnis entpacken und dafür dort einen neuen Unterordner anlegen, so bietet 7zip das direkt im Dateidialog an. Verbesserungsbedürftig ist allerdings, dass nicht nach dem Namen des neuen Ordners gefragt wird, sondern der Windows-Default-Name “Neuer Ordner” vergeben wird. Der lässt sich natürlich leicht auf die übliche Weise ändern: über “Umbenennen” im Kontextmenü oder durch Drücken von F2, wenn der Ordner zuvor markiert wurde.